Blasenentzündung während der Schwangerschaft

Rund 20 Prozent aller schwangeren Frauen leiden während der Schwangerschaft unter einer Blasenentzündung. Besonders in den letzten drei Monaten ist die Infektionsgefahr erhöht.

Ursache liegt in den Hormonen

Durch die hormonellen Veränderungen im Körper erweitern sich die ableitenden Harnwege, die Muskulatur der Harnorgane entspannt sich. Bakterien haben also ein leichtes Spiel, in die Harnröhre zu gelangen.

Bei den ersten Anzeichen zum Arzt

Bemerkt die Schwangere erste Anzeichen einer Harnblasenentzündung, ist die schnelle Konsultation des behandelnden Frauenarztes wichtig. Unbehandelt kann die Zystitis während der Schwangerschaft schlimmstenfalls eine Früh- oder sogar Fehlgeburt zur Folge haben.

Für weitere Informationen, woran Sie eine Zystitis erkennen, geht es hier zu den Symptomen einer Blasenentzündung.

Behandlung mit Antibiotika

Die Blasenentzündung kann auch während der Schwangerschaft antibiotisch behandelt werden. Für schwangere Frauen stehen Präparate zur Verfügung, die das ungeborene Kind nicht schädigen und nicht in die Muttermilch übergehen. Der Frauenarzt entscheidet, welche Antibiotika die Schwangere erhält.

Regelmäßige Urinuntersuchungen während der Schwangerschaft

Häufig äußern sich Bakterien im Bereich der Harnwege nicht immer mit typischen Symptomen, die auf eine Blasenentzündung hindeuten könnten. Dann ist in der Medizin von einer asymptomatischen Harnwegsinfektion die Rede.

Um im Urin enthaltene Bakterien dennoch rechtzeitig zu erkennen, wird während der Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft regelmäßig der Urin untersucht. Werden Bakterien im Urin nachgewiesen, auch wenn die werdende Mutter keinerlei Beschwerden verspürt, verordnet der behandelnde Arzt in der Regel trotzdem Antibiotika.